Podcast: Die systematische Ausnutzung von Lehrenden und Forschenden an der Universität mit Helmut Pape
16 Mai 2010
5 Comments
Markus und ich haben Helmut Pape in Bamberg besucht und mit ihm über die systematische Ausnutzung von Lehrenden und Forschenden im Universitätsbetrieb gesprochen. Anlass war der Zeitartikel “Uni-Sklaven, vereinigt euch!“. Nach einer kurzen Einleitung zu Helmut Pape selbst, versuchen wir ab Minute 14 das Problem möglichst genau darzustellen. Ergänzend können wir euch zu dem Thema auch noch unseren Podcast zum Mittelbau empfehlen. Weiterführende Gedanken, Linktipps und Kritik könnt ihr gerne in die Kommentare schreiben.
Frank
Shownotes:
- WP: Helmut Pape
- WP: Charles S. Peirce
- Académie du Midi
- WP: Drittmittel
- WP: Mediation
- WP: DFG
- WP: Vertretungsprofessur
- Vinosophia (Philosophische Weine, zweites Standbein von Herrn Pape)
- Zeitartikel: Uni-Sklaven, vereinigt euch!
- Anstöße: Wissenschaftliches Prekariat an der Hochschule (pdf)
- WP: Promotion
- WP: Der akademische Bildungsweg
- WP: Akademischer Mittelbau
- Podcast zum Mittelbau
- Anstöße: Der wissenschaftliche “Mittelbau” an deutschen Hochschulen (pdf)
- WP: Lehrauftrag
- WP: Vergütung einer Professur
- WP: Außerplanmäßige Professur
- WP: Universitätswesen in Deutschland
- ZDF: 37° – Menschen hautnah (WP)
- WP: Berufungsverfahren von Professuren
- WP: OECD
- OECD: Bildungs auf einen Blick 2009
- WP: Bildungspolitik
- Bildungsfinanzbericht 2008 vom Statistischen Bundesamt
- Gewerkschaften an der Uni: ver.di, GEW, IG Metal
- Hochschullehrerbund (WP)
- Hilfskraftinitiative Marburg
- WP: Befristete Arbeitsverhältnisse
- Unisklaven.de (noch im Entstehen und ohne Bindestrich)
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Großartiger Podcast ;) Danke!
FYI: Charles Sanders Peirce @ Stanford Encyclopedia of Philosophy
[...] Orginalartikel der Aktiven Fachschaft Politikwissenschaft Abonnieren in iTunes oder per RSS Feed Der Podcast steht unter by-nc [...]
unsäglich öde, das alles. dieser mariatheresianismus in deutschland, unter der stillhalte-kanzlerin, als ob man eine demokratie marke ddr praktizieren wollte. die universitäten sterben ab, aus angst und duckmäusertum, man hat das gefühl, es sei die welt des professor unrat. wieder erstanden. da überlegt sich ein philosophie prof ob er einen job als hausmeister suchen soll oder besser seinen weinhandel ausweiten sollte. und glaubt mit 60 zum alten eisen zu gehören. was für eine gesellschaft, der tot en gros.
und in marburg fehlen erst recht die perspektiven. sperrt die unis zu, schickt die gröhlemänner nach hause. das land braucht neue ideen und energien, und alles was den leuten einfällt ist neues nazitum, neues saufen, und ein krieg in afghanistan. deutsches kaiserwetter 2010, 2014 gibts den großen neuen krieg. hurra.
das kann doch wirklich nicht euer ernst sein.
He Tom,
ich hab eine ganze Weile über deinen Kommentar nachgedacht. Ich bin immer noch nicht ganz dahinter gekommen. Beziehst du dich mit Gröhlemänner auf den Tweet von gestern abend?
Und dann diese Verschwörungstheorie mit 2014 – doch nicht etwa wegen 300 Jahre Spanischer Krieg, 200 Jahre Weltkrieg-Wortbildung durch Jahn, 100 Jahre 1 Weltkrieg?
Auf was bezieht sich dein letzter Satz, auf uns, mit uns, mit dem Leser …? Aber wenn du Lust hast, kannst du gerne eine Satire zur aktuellen Situation schreiben. Wir veröffentlichen sie auch ;-)
Nein ist ja wurscht, ich dachte an diesen spruch, früher haben sie sich in der etappe zu tode ge— na was? Gesoffen? Haben sich in den schützengräben totschießen lassen usw, heute langweilen sie sich bloß noch zu tode. Gröhlend durch marburg rennen, vielleicht auch noch ein käppi auf dem kopf, zack sind wir mental schon wieder kurz vor dem ersten weltkrieg. Dass eine gesellschaft ihren twenty-somethings nix anderes zu bieten hat als das excitement, sich in afghanistan für irgendeinen scheiß niederschiessen zu lassen. Ganz offensichtlich liegt doch da was ganz großes im argen, und der normale volksmund klagt über den heimischen kulturverfall, die schlaglöcher im asphalt, während die griechische wirtschaft mit deutscher arbeitskraft gestützt wird. Ich denke, wenn die universitären zustände derart marode sind, dann ist es zeit für ein neues 1968, wie immer das aussieht. Es ist ja ein internationaler zug, dass nur noch bwl und maschinenbau als richtiges studium angesehen wird, aber philosophie oder ägyptologie und dergleichen aus den unis verschwindet, wo doch gerade deutschland einst das breit gestreute wissen produzierte, doktoranden in jeder vorstellbaren disziplin. Jetzt, das land der absoluten morons. Zeit für eine neue revolte, und wenn es der herr pape ist, der sie zufällig lostritt, auch gut. Ich halte die zustände, die er schildert, für unhaltbar. Nicht allein für den universitären betrieb. Sondern auch für die studenten. Und letztendlich für die gesellschaft als ganzes. Weg damit. STREIK. Bundesweit. Lasst den sommer heiß laufen. Lg. tom
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