Bildungsstreik Marburg
In der Woche vom 15-19.06 beteiligt sich auch Marburg an dem weltweiten Bildungsstreik. Mit diesem soll gegen die andauernden Einsparungen im Bildungsbereich, die immer stärkere Reglementierung und vielen weiteren Entwicklungen protestiert werden. Die lokalen Marburger Forderungen sind:
An der Uni:
- Forderung nach einem studentisch selbstverwalteten Cafe
- Werbefreie (auf kommerzielle Werbung bezogen) Uni
- Hilfskraftinitative unterstützen: Bessere Löhne, Tarifbestimmungen
- Streichung des Begriffs „Bildung“ aus den GATS Verträgen
- Wiederaufnahme der Gespräche über die Einführung von “Open Access”
- keine elektronische Überwachung an öffentlichen Bildungseinrichtungen
- keine Sonderopfer (Lehrstellenstreichung), Besetzung der offenstehenden Stellen
- Aufstockung statt Kürzung der finanziellen Mittel für studentische Selbstverwaltungen (hessenweite Forderung)
- keine Kürzungen von Mitteln an allen Fachbereichen! keine weiteren Streichungen von Professuren!
- keine Anwesenheitslisten mehr -> Verbot von Anwesenheitslisten in allen Fachbereichen! (und auch keine Klausuren als Ersatz dafür)
An der Schule:
- für eine freie Entscheidung der Schule zwischen G8 und G9
- für auf G8 angepasste Lehrpläne
- für die Demokratisierung der Schulen –> mehr Mitbestimmungsrechte für Schüler_innen
- für funktionierende Lehrmittelfreiheit
- für die Aufstockung des Schuletats und damit verbundenen besseren Lernbedingungen
- für längeres gemeinsames Lernen
Auf der Arbeit:
- Bezahlung befristet angestellter Lehrkräfte und von pädagogischem Personal in den Sommerferien. Es kann nicht sein: Für die Schulzeit geheuert – in den Ferien gefeuert!
- Zügige Überwindung des gespaltenen Schulwesens mit seinem Auslese- und Ausgrenzungsstrukturen – hin zu einer „Schule für alle“! Recht auf gute Bildung für alle!
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Schulen: Hessen hat bundesweit die höchsten Klassen- und Gruppengrößen.
- Deutlich kleinere Klassen und Gruppen in den Schulen sind das A und O für ein besseres Lernklima, für die Möglichkeit, besser auf einzelne Schülerinnen und Schüler einzugehen und für die Förderung selbstständigen Lernens.
- Erhalt der kleinen Schulstandorte im Grundschulbereich. Erhalt der Lehrerstellen in den Grundschulen, die durch den Schülerrückgang frei werden, zur besseren Unterrichtsversorgung und Förderung.
- Den Schul- und Leistungsdruck verringern: Rücknahme der verkürzten Gymnasialzeit (G 8), denn diese fördert nur die Auslese!
- Wohnortnahe, echte Ganztagsschulen, in denen mit einem anderen Lernrhythmus und anderen Lernmöglichkeiten gelernt wird. Echte Ganztagsschulen machen Spaß, entlasten Familien und tragen entscheidend zur Chancengleichheit bei.
- Grundrecht auf Ausbildung: Erhalt der wohnortnahen Ausbildungsschulen!
- Die Privatisierung von öffentlichen Schulen verhindern!
- Mehr pädagogisches und qualifiziertes Personal in der Frühförderung von benachteiligten Kindern. Ausbau des „Gemeinsamen Unterrichts“ von behinderten und nicht behinderten Kindern an
Website des örtlichen Bildungsstreiks
Die bundesweite Seite mit viel Hintergrundmaterial
Flyer zum Bildungsstreik
Und abschließend noch drei Mobilisierungsvideos zum Bildungsstreit zum weiterreichen.
[youtube width="660" height="340"]http://www.youtube.com/watch?v=L1RIFbTAct0&eurl[/youtube] [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=6QQzhMULwX4&eurl[/youtube] [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7mN4Qh705Og&eurl[/youtube]
Frank








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